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RASSEPORTRAIT DÖLEPFERD

 

Vorworte

„Uiiiiihhhh!? Was ist den DAS für eine Rasse?“

„Ein Dölepferd.“
„Ein Dödelpferd???!!!???“
„DÖLEpferd“

„Aha, wie sind die denn so?“

Gunnar: „aufdringlich“
Mone: „kontaktfreudig“
Gunnar: „anstrengend“
Mone: „spannend und lustig“
Gunnar: „gemeingefährlich“
Mone: „aufregend“
Gunnar: „hat nur Unsinn im Kopf“
Mone: “intelligent“
Gunnar: „hat weltekligste Essmanieren“
Mone: „ist ein Genießer“
Gunnar: „zerstörerisch“
Mone: „kreativ“
Gunnar: „ein haariges Monster“
Mone: „weltschönstes Traumpferd“
Gunnar: „Ich hab ihn auch sehr lieb!“

Rubens ist vor allem EINMALIG! Aber auch ein repräsentativer Rassevertreter, die hier auf Grund ihrer Seltenheit detailliert nach besten Wissen dargestellt sei:

Das Norwegische Dölepferd - DØLEHESTEN
(auch Gudbransdalspferd oder Østlandspferd genannt)

Ursprung: Norwegen 5. – 9. Jahrhundert

Hauptzuchtgebiet:
Norwegen, speziell die Ostprovinzen und Gudbrandsdal

Verbreitung:
Norwegen, nur vereinzelt sind Tiere im Ausland anzutreffen. Im Jahr 2000 wurde die Anzahl der DÖLEPFERDE auf ca. 4.000 Tiere geschätzt. Vor 50 Jahren gab es in Norwegen noch ca. 100.000 Tiere dieser Rasse. 2004 wurden 175 Fohlen eingetragen. Das DÖLEPFERD ist überall in Norwegen anzutreffen, die Mehrzahl allerdings überwiegend in Ostnorwegen.
In Deutschland gibt es 2007 7 Exemplare dieser Rasse.

Stockmaß: 145 – 157 cm

Farben: überwiegend Braune, Rappen, Fuchs, vereinzelt auch Sonderfarben wie z.B. Schimmel, Schecke oder Buckskin, Abzeichen wie Blesse und Sterne sind häufig

Exterieur
Das Dölepferd zählt zu den Kaltblütern und es handelt sich um einen kleineren, leichteren Typ. Im Gegensatz zu anderen Rassen ist sein Exterieur als uneinheitlich zu beschreiben, wobei es in 2 Schläge unterteilt wird: den  leichten und den Traber-Typ.

Für beide gilt: breiter, trockener Kopf mit geradem Profil mit ‚Ponyausdruck’, Hals kräftig und lang, volle, gern lockige Mähne, massive schräge Schulter, wenig ausgeprägter Widerrist, langer etwas matt wirkender Rücken in kräftige Hinterhand übergehend, Kruppe abfallend und breit, üppiger Schweif bis zum Boden, breiter tiefer Rumpf mit ausladender Rippenwölbung, stabiles Fundament auf kräftigen Beinen und derben Gelenken, leichter Fesselbehang

Interieur
Geduldig, ausgeglichen, rege, energisch, ehrliches, gutes und ruhiges Gemüt, robust, anspruchslos, gelehrig, leistungsstark und langlebig

Einsatzmöglichkeiten
Früher wurde das DÖLEPFERD in erster Linie als Arbeitspferd in der Wald- und Forstwirtschaft eingesetzt. Das Exterieur und der Charakter des Pferdes sind davon geprägt. Die Mechanisierung der Land- und Forstwirtschaft hat zu weniger Nachfrage von so schweren Pferden geführt. Da der Trabrennsport in Norwegen eine große Rolle spielt, behielt es dort seinen Platz und hat auch in im leichten Typ immer noch seine treuen Anhänger, die die besonderen Eigenschaften dieser Rasse zu schätzen wissen.
In der letzten Zeit erlebt die Rasse der DÖLEPFERDE in Norwegen eine Renaissance: Diese Pferde wieder vermehrt in traditioneller Arbeitsweise eingesetzt. Aber die Vielfältigkeit dieser Rasse macht sie als Freizeitpferd sowohl für das Reiten, als auch für das Fahren interessant.
Denn die DÖLEPFERDE zeichnen sich aus durch Ruhe, Trittsicherheit, Durchstehvermögen, schöne Gänge, Eleganz der Bewegungen, Gutmütigkeit und Leistungsbereitschaft

Zuchtgeschichte
Es gibt Hinweise auf die Ähnlichkeit des Dölepferdes mit dem Fell- und Dales-Pony und Bezüge zum Friesen. Das liegt nah, da vermutlich die nordeuropäischen Kleinkaltblut- und Ponyrassen dieselben oder ähnliche Vorfahren haben und es historisch enge Handelsbedingungen zwischen Norwegen und England gab. Der Hengst „Veikle Balder 4“ gilt als Stammvater für das DÖLEPFERD. Er war der erste Hengst Norwegens, der frei mit den Stuten in die Berge gehen durfte. Er deckte in Heimdalen und Sikkilsdalen in den Jahren 1862 - 1869. Das erste Stutbuch des Dölepferdes erschien 1914. Im 19. Jahrhundert wurde das Dölefpferd durch den englischen Hengst Odin veredelt, Baldur ein Enkel Odins erscheint daher häufig in den Pedigrees aktueller Pferde. Ebenfalls im 19. Jahrhundert wurden importierte Traberhengste eingekreuzt, wodurch die bereits vorhandenen Trabereigenschaften noch einmal verstärkt wurden und der Trabertyp sich absetzte. Dovre und Toftebrun waren bedeutende Traberhengste. Erst Ende des 18. Jahrhunderts wurde das Dölepferd als offizielle Kulturrasse anerkannt. Seit 1962 überwachen staatliche norwegische Zuchtbetriebe die strenge Auslese.

Sonstiges
DØLE bedeutet Tal, es sind die Talpferde Norwegens, die ursprünglich besonders in der Forstwirtschaft eingesetzt wurden. Auch von ihren Vorfahren her ist das Dölepferd mehr in Wald, Sumpf- und Moorlandschaften zu Hause im Gegensatz zu den üblichen Steppenheimaten der Pferde. Genetisch liegt dieser Rasse also eine Sorte zu Grunde die in den Endmoränenlandschaften Mitteleuropas vor den Eiszeitgletschern entstand. In diesen Sumpflandschaften war kopflose Flucht gar nicht angesagt, weil man sonst im nächsten Schlammloch versoffen wäre. Diese Pferde machen nur einen kleinen Satz, um sich erst mal zur Gefahrenquelle umzudrehen. Sie neigen zum Erstarren bei Gefahr, sind deutlich wehrhafter, weichen schlechter wegen eben der beschriebenen Angst, im Sumpf zu landen, haben ein höheres Bedürfnis nach Körpernähe wg. Abwehr kalter Nässe. So haben sie im Gegensatz zu anderen Pferden einen geringeren Individualabstand zu anderen Pferden und auch Menschen und man kann beobachten, wie ein Pferd der Steppensorte geradezu von einem Dölepferd verfolgt wird. Auch wird immer wieder von Dölepferden berichtet, die es mit Bären aufgenommen haben.

"ICH WILL AUCH EIN DÖLEPFERD"
Dann brauchst Du Geduld, hast ein gutes Dölepferdzuhause zu bieten sowie ein Budget zwischen ca. 6.000 bis 10.000 EUR.

"Warum?"
Dölepferde sind in Deutschland nur umständlich zu bekommen. Entweder fährst Du selber nach Norwegen und versuchtst Dein Glück, dann hast Du aber am besten norwegische Kontakte. Die Norweger geben die Pferde ungern ausser Landes, ganz widerwillig Stuten - ich finde das macht sie symphatisch, es dem hiesigen Dölefan aber schwer. Zustätzliche Kosten sind Einfuhr inkl. Transport. Wer immnoch Interesse hat, kann uns gerne
mailen, wir leiten Anfragen gerne an einen uns bekannten Kontakt weiter.